Kultur unterm Fachwerk

Wiedereröffnung des Landstuhler Museums in der Zehntenscheune

Nach längerem Dornröschenschlaf steht das Museum in der Zehntenscheune seit April 2022 wieder den interessierten Bürgerinnen und Bürgern zum Besuch zur Verfügung. Die Neukonzeption der Heimatfreunde sieht zwei Bausteine vor, um den wunderbaren Museumsraum in der Zehntenscheune wieder mit Leben zu füllen.

 „Kultur unterm Fachwerk“ so lautet der Titel einer neuen Veranstaltungsreihe im Museumskonzept. In lockerer Folge werden kulturelle Veranstaltungen wie z.B. Lesungen, Kammerkonzerte und Liederabende angeboten. Insbesondere den Landstuhler Kulturschaffenden soll mit Unterstützung des Vereins die Möglichkeiten gegeben werden, sich zu präsentieren. Die künstlerische Beratung der Heimatfreunde obliegt Heribert Molitor. Ebenfalls vielversprechende Gespräche wurden mit dem Künstlerehepaar Monika und Joshi Pallmann geführt, die sich für die Neukonzeption begeistern konnten.

Die erste Veranstaltung zur Eröffnung fand am Donnerstag, den 31.3. um 19.00 Uhr statt. Es handelte sich um die Frühlingslesung der Burgspieler unter dem Titel „der Frühling“ und „die Liebe“, passend dazu musizieren Wilfried Gödde, Violine und Heribert Molitor, Klavier. An diesem Abend erklang zum ersten Mal das Klavier, das von der Sickingenstadt Landstuhl eigens für diese Veranstaltungreihe angeschafft wurde.

Die weitere Konzeption sieht die schrittweise Digitalisierung und zeitgemäße Darstellung der vorhandenen wertvollen Stücke aus dem Museumsbestand vor. Der Museumsbesuch, insbesondere für Kinder und Jugendliche soll anschaulich und altersgerecht gestaltet werden. So ist aktuell eine maßstabsgetreue Replik der Kanone, des sog. „Greif“ im Musuem erlebbar.

Über eine neue besondere Leihgabe können sich die Besucher/innen besonders freuen. Der Queidersbacher Künstler Peter Simonis stellt den einzigartigen, von ihm auf Büttenpapier gedruckten und dann handkolorierten „warlichen Bericht“ des Kaspar Sturm dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um den Augenzeugenbericht des Kaiserlichen Herolds, der die letzten Tage und Stunden des Franz von Sickingen auf Burg Nanstein im Mai 1523 erlebt und und in deutscher Schrift festgehalten hat.

Das Museum verfügt über keine festen Öffnungszeiten. Ab dem April sind alle Interessierten eingeladen an einer monatlich stattfindenden Museums- und Altstadtführung teilzunehmen. Diese wird im Amtsblatt angekündigt. Für Gruppen, Kindergärten oder Schulen sind Führungen nach Absprache auch gesondert buchbar.